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Meta startet Pocket: KI erstellt jetzt Apps und Spiele per Texteingabe

Meta startet Pocket: KI erstellt jetzt Apps und Spiele per Texteingabe
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Meta baut seine KI-Offensive weiter aus. Mit der neuen App Pocket testet der Konzern eine Plattform, auf der Nutzer kleine interaktive Anwendungen und Spiele allein über eine Texteingabe erstellen können. Statt selbst zu programmieren, genügt eine Beschreibung – die KI erzeugt daraus eine lauffähige Anwendung.

Eine offizielle Ankündigung gibt es bislang nicht. Pocket ist jedoch bereits im Apple App Store und im Google Play Store gelistet. Damit deutet vieles darauf hin, dass Meta die Anwendung zunächst schrittweise veröffentlicht und das Nutzerfeedback sammelt.

Vibe Coding kommt auf das Smartphone

Pocket basiert auf dem Konzept des Vibe Codings. Dabei beschreibt der Nutzer in natürlicher Sprache, welche Anwendung entstehen soll. Die KI erstellt daraus automatisch eine interaktive Mini-App oder ein kleines Spiel. Programmierkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.

Die fertigen Projekte bezeichnet Meta als Gizmos. Sie können veröffentlicht, mit anderen Nutzern geteilt und über einen integrierten Feed direkt ausprobiert werden. Dadurch entsteht eine Mischung aus KI-Werkzeug, App-Baukasten und sozialer Plattform.

Technologie stammt aus der Gizmo-Übernahme

Die technischen Wurzeln von Pocket liegen beim Startup Gizmo, dessen Team Meta Anfang des Jahres übernommen hatte. Bereits die ursprüngliche Plattform ermöglichte es, interaktive Anwendungen allein über Texteingaben zu erstellen.

Nach Daten des Analyseunternehmens Appfigures erreichte Gizmo rund 635.000 Installationen auf iOS und Android. Gleichzeitig lag die positive Nutzerbewertung bei bemerkenswerten 98 Prozent. Pocket wirkt daher weniger wie eine Neuentwicklung, sondern vielmehr wie die nächste Evolutionsstufe der bisherigen Plattform.

Meta erweitert seine KI-Plattform

Pocket ist Teil einer größeren Strategie. In den vergangenen Monaten hat Meta zahlreiche KI-Funktionen eingeführt – darunter Meta AI, KI-generierte Bilder, KI-Videos mit Vibes sowie neue KI-Werkzeuge für die Creator-App Edits.

Mit Pocket geht Meta nun einen Schritt weiter. Statt Inhalte zu erzeugen, erstellt die KI erstmals komplette interaktive Software, die unmittelbar genutzt und geteilt werden kann.

Der nächste Wettbewerb beginnt

Die Entwicklung zeigt, wohin sich der Markt bewegt. Während KI bislang vor allem Texte, Bilder oder Videos erzeugte, rückt nun die automatische Erstellung von Software in den Mittelpunkt. OpenAI, Anthropic, Google und Microsoft investieren ebenfalls massiv in Werkzeuge, die Anwendungen aus einfachen Beschreibungen generieren.

Pocket richtet sich dabei deutlich stärker an Endnutzer als klassische Entwicklungswerkzeuge. Wer eine Idee für ein kleines Spiel oder ein einfaches Tool hat, soll diese künftig innerhalb weniger Minuten umsetzen können.

Einordnung

Auf den ersten Blick wirkt Pocket wie ein kleines Experiment. Tatsächlich könnte Meta damit jedoch einen neuen Markt erschließen. Wenn sich Apps künftig ebenso einfach erzeugen lassen wie heute Bilder oder Texte, verändert sich die Softwareentwicklung grundlegend. Für Millionen Menschen könnte die Hürde, eigene digitale Werkzeuge zu erstellen, praktisch verschwinden.

Pocket ausprobieren

Pocket wird derzeit schrittweise ausgerollt und ist bereits in den offiziellen App-Stores gelistet. Je nach Region kann die App allerdings noch nicht für alle Nutzer verfügbar sein.

Hinweis: Obwohl die App unter dem Namen Pocket veröffentlicht wurde, lautet die Paketbezeichnung im Google Play Store derzeit weiterhin com.facebook.gizmo. Das deutet darauf hin, dass Meta die Technologie der übernommenen Gizmo-Plattform zunächst unter ihrer bestehenden technischen Kennung weiterführt.

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Über den Autor

Jens Könnig

Jens analysiert seit Jahren digitale Märkte, Preisbewegungen und Plattform-Strategien. Als Betreiber mehrerer datengetriebener Systeme wertet er täglich große Mengen an Produkt- und Trenddaten aus. Sein Fokus liegt auf Einordnung statt Hype: Was bedeutet eine Entwicklung wirklich für Nutzer, Preise und Märkte?

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